Premiere – Vorbereitungen zum Launch

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Am Schluss noch Screencasts aufnehmen, Inhalte in die Website reinklopfen, die letzten noch offenen konzeptiven und umsetzungstechnischen Entscheidungen treffen. Das ist ein komisches Gefühl. Nicht gerade wie vor einer Theaterpremiere, aber vielleicht ist die Analogie nicht so schlecht. Die Premiere.

Im Theater probt ein Ensemble oft monatelang, viele Seiten Skript werden gelernt, rezitiert, die Dramaturgie entworfen und korrigiert, Kostüme anprobiert und wieder verworfen. Am Abend der Premiere dann beweist das Ensemble dann, vor hoffentlich vollem Haus, die Früchte der harten Arbeit. Fehlerfreie Performance wird ganz natürlich erwartet und vorausgesetzt. Und auch wenn alles klappt, wenn jeder Satz und jeder Schritt fehlerfrei und von guter Qualität ist – das Publikum entscheidet über den Erfolg.

Denn Fehlerfreiheit ist kein Qualitätskriterium. Gefallen entscheidet. Gefällt die Idee, die Inszenierung, die Ausführung? Kommt das Stück an?

Wenn ja, beginnt für das Ensemble der zweite Teil der Arbeit: ständiges Verfeinern, schleifen und Nachkorrigieren. Feinheiten herausarbeiten: jede Vorstellung muss besser sein, als die vorhergehende. Die beste Aufführung ist immer die letzte, nicht die erste.

Wir stehen nun also kurz vor unserer Generalprobe. Nur ist unsere Generalprobe zugleich auch Premiere. Monatelange Konzeption und Planung trifft nun zum ersten Mal auf den Rezipienten. Wenn das Haus bei dieser Premiere noch fast leer ist, ist uns das eigentlich ganz recht. Wir schleifen an unserer Performance, und hängen dann Anfang Juli unsere metaphorischen Plakate auf. Und mieten schon mal ein größeres Haus. Denn ausverkauft, das gibt es bei uns nicht.

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